Archiv für Juli 2009

Patient Null

Das neue H1N1-Virus liebt die Demokratie und Reisefreiheit. Es fliegt um die Welt. Der erste Mensch, der sich mit dem Schweinegrippe-Virus infizierte, soll ein kleines Baby sein: Zuvor war die Legende von „Patient Null“ eine andere. US-Virologen interviewten erkrankte junge Männer. Drei von ihnen in Los Angeles berichteten unabhängig voneinander über einen kanadischen Flugbegleiter. Dieser hatte nach eigenen Angaben bereits mehr als 2500 Sexualkontakte. Die 200-Jahrfeier in New York, war eine der gigantischsten, ausschweifenden Partys, die die Stadt je erlebte. Als die ersten Patienten Anfang der achtziger Jahre mit einer tödlich verlaufenden Virusinfektion in die Artzpraxen kamen, waren die Mediziner zunächst ratlos. Das was mit einer seltsamen Lungenentzündung begann, wurde anfangs Schwulenpest genannt, dann bezweifelt und den Schimpansen angelastet. Heute ist völlig klar: Machen viele Deutsche in einem Land mit hohen Schweinegrippezahlen Urlaub, bringen viele die Erkrankung mit nach Hause. Die ersten Patienten wurden mit Influenza-Symptomen und epileptischen Anfällen oder geistiger Verwirrtheit in die Klinik eingeliefert. Der Katastrophenschutzexperte der Bundestagsfraktion sagte der „Bild“-Zeitung, wenn die Ansteckungsrate weiter nach oben gehe, müssten Menschenaufläufe wie etwa Fußballspiele abgesagt werden. Das könnte auch ein geplantes Gelöbnis im Olympiastadion vor 60.000 Zuschauern gefährden.
Die Schweinegrippe breitet sich in Besorgnis erregendem Tempo aus. Der Kreis DM ist erreicht. Hier sollte Europas größte Ferkelfabrik entstehen. Doch auch Russland arbeitet eifrig an der Selbstversorgung mit Fleisch und will in fünf bis acht Jahren sogar als Exporteur auf den internationalen Märkten auftreten. Die vorerst größte Schweinefarm soll in der Region Tambow gebaut werden. Rund 1 Million Schweine sollen dort im Jahr verarbeitet werden, mit Fördergeldern der russischen Regierung. Baubeginn soll Ende dieses Jahres sein.
pandemie
Der beschleunigte Schweinefleischhunger scheißt auf den Rest der Welt.
Die fliegenden Holländer bringen es im grenzübergreifenden Gülletransport auf Gewinnspannen von bis zu 500 Prozent, die sonst nur im Drogenhandel vorkommen. Hightech aber ist nicht High-Tech. Die schöne neue Welt hat verschiedene Gesichter. Eins heißt Garry Davis und das wird heute 88 Jahre alt. Alle haben das Recht auf eine soziale und internationale Organisation, in der die in dieser Deklaration definierten Rechte und Freiheiten voll erfüllt werden, so präzisiert der Artikel 28 die «Allgemeine Erklärung der Menschenrechte ». Und das Sekretariat der Weltbürger entschied, sich zu strukturieren und ein Registerbuch der Weltbürger zu schaffen. Die Ankündigung dazu wurde am 1. Januar 1949 von Garry Davis gemacht. Das Statut wurde am 27. Juli offiziell bestätigt. Heute ist der 60. Jahrestag ohne Brimborium. Inzwischen wird das „Weltbürgerregisterbuch“ von mehr als 50 Korrespondenten oder Registerzentren in 40 Ländern repräsentiert … aber die Kampagne für die Einrichtung eines Parlaments bei den Vereinten Nationen organisiert ein anderes internationales Sekretariat, mit Sitz in Berlin.
Hausrinder sind in den unterschiedlichsten Rassen auf der gesamten Welt vertreten. Die größte Herde an Schlachttieren lebt in Brasilien und besteht aus etwa 200 Millionen Tieren. Die meisten Hausrinder innerhalb eines Landes leben in Indien. Dort leben etwa 225 Millionen Tiere – allerdings gelten die Rinder dort als heilig und werden dort nicht geschlachtet. In China gibt es etwa 110 Millionen Rinder, in den USA etwa 95 Millionen und in Deutschland „nur“ knapp 14 Millionen. Die Rinder US-amerikanischer Farmer werden weniger. Es wird immer teurer, sie auf den überbelasteten Weiden zu halten. Schweine aber leben im Dunkeln der Ställe. Ihre Zahl in den USA soll sich in den vergangenen Jahren verdreifacht haben und derzeit bei rund 149 Millionen liegen. Schweinemastbetriebe wachsen dort, wo der Boden durch Überbewirtschaftung ausgelaugt ist, dort wo der vorherige mächtigste Mann der Welt sein Texas hat.

Opium for the people

Jährlich werden in Deutschland etwa 7000 bis 8000 t Mohn zu Back- und Speisezwecken verbraucht. Dieser Bedarf wird ausschließlich durch Importe gedeckt. Die DDR-Führung wollte Backmohn nicht länger gegen Devisen auf dem Weltmarkt kaufen. So mußte eine LPG in Sachsen-Anhalt auf 200 Hektar Mohn säen. Saatgut und Erntemaschinen kosteten eine Million Mark. Nach der Einheit wurde die Plantage wertlos: Mohnanbau in der Bundesrepublik ist nach dem Betäubungsmittelgesetz bis auf wenige Ausnahmen verboten. Auch der deutsche Schlafmohnbedarf wird ausschließlich durch Importe gedeckt.
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) warnt vor alten Hausmitteln zum Durchschlafen. Mohn ist eine der ältesten Kulturpflanzen Europas, schon die alten Griechen haben ihn kultiviert. Genutzt wurden seinerzeit sowohl die Morphin-Säfte als auch die ölhaltigen Samen. Heute kämpfen Tschechien und Afghanistan um die Weltspitze beim Mohnanbau. Eine Entscheidungsschlacht der anderen Art läuft seit Sonntag am Hindukusch. Es geht weniger um die Versorgung der Deutschen mit Mohnbrötchen, nein es stehen Wahlen vor der Tür, die Präsidentschaftswahl im August im Opiumland und die Bundestagswahl im September im Heimatland. Ein Bundeswehrsoldat: „Es wird alles eingesetzt, was da ist.” Erstmals kommen auch die an den Hindukusch verlegten „Marder”-Kampfpanzer zur Geltung. Daneben wurde die Mörser-Artillerie, bislang unter Verschluss wegen der möglichen „Kollateralschäden” in der Zivilbevölkerung, ebenfalls in Stellung gebracht.
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Nach der Übergabe der sterblichen Überreste des ersten Kollateralschadens, wird die Bundeswehr vermutlich eine finanzielle Wiedergutmachung an die Familie des Opfers zahlen, so wie sie es bei einem ähnlichen Vorfall im vergangenen Jahr geleistet hatte. Das „besonders tapferes Verhalten bei außergewöhnlicher Gefährdung von Leib und Leben“ von vier Bundeswehrfeldwebeln wurde durch das neue Ehrenkreuz zum 65. Jubiläum der Operation Walküre durch die deutsche Bundeskanzlerin geehrt. Dem Vizevorsitzenden des Bundeswehrverbandes reicht aber das Gelöbnis vor dem Reichstag am 20. Juli nicht. Er wünscht sich eine Veranstaltung im Berliner Olympiastadion vor 60.000 Zuschauern. Zur Befriedigung der Wünsche der zahlungskräftigen Industrienationen wird circa 93 Prozent des für den Weltmarkt hergestellten Opiums aus afghanischem Mohnanbau produziert.
Aber EU-Agrar-Kommissarin Mariann Fischer Boel will keine Schlachtprämie. Es wäre sehr schwierig, den Steuerzahlern zu erklären, warum wir ihr Geld ausgeben, um damit gesunde Tiere zu töten.
Doch die steigenden Rüstungsausgaben weltweit schaffen nicht nur dort Arbeitsplätze, sondern auch im Bestattungswesen.
„Auswärtiges Amt und Entwicklungsministerium sind aufgefordert, das Modell der medizinischen Opiumnutzung in Afghanistan ernsthaft zu prüfen und sich für die Durchführung eines entsprechenden Pilotprojekts einzusetzen“, das erklärt der außen- und sicherheitspolitische Sprecher der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag, Thomas Silberhorn.

Staub zu Staub

Da es auf dem Mond keine Atmosphäre gibt, fehlt auch der Widerstand, der auf der Erde den aufgewirbelten Staub längere Zeit schweben lässt, bis er sich endlich setzt. Auf dem Mond fällt der Staub sofort in einem ballistischen Bogen wieder auf den Untergrund zurück und breitet sich nicht weit aus. Der erste Mensch im All war ein Russe, ein Sowjetmensch. Das Attentat auf diese Tat des Sohnes einer Kolchosbäuerin wurde von langer Hand vorbereitet. Bis zum Ende des Jahrzehnts sollte die NASA einen amerikanischen Astronauten zum Mond und wieder heil zur Erde zurückbringen, so wollte es der damals amtierende Präsident Kennedy. Das hat er nicht überlebt. Attentat. Danach u.a. Attentat auf Martin Luther King, Rudi Dutschke, Robert F. Kennedy und dann kam er endlich, der gute Attentattag, der 20. Juli vor 40 Jahren. Der Adler mit dem weißen Haupt landete auf unserem Trabant. Es war kein Täubchen.
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Und am 21. Juli um 3 Uhr 57 setzte Neil Armstrong seinen linken Fuß auf die Mondoberfläche. Das Sternenbanner wurde der Welt präsentiert und irgendwann danach begann die friedliche Revolution. Der kalte Krieg war vorbei.
Das Apollo-Programm kostete 25 Milliarden Dollar, etwa 120 Milliarden nach heutigen Maßstäben und beschäftigte bis zu 400.000 Menschen.
Wozu in die Ferne schweifen, das Gute liegt so nah. Die irdischen Mondlandschaften wachsen gewaltig. Die agroindustriellen Landschaftsgestalter sind erfolgreich wie nie zuvor. Über 1 Milliarde Menschen hungern. Ein historischer Höhepunkt ist erreicht. Doch für die meisten Entwicklungsländer gibt es wenig Zweifel daran, dass Investitionen in die kleinbäuerliche Landwirtschaft das nachhaltigste Netz zur sozialen Absicherung ist. Das kann der deutsche Exportweltmeister nicht dulden. Dank der EU-Subventionen sind polnische Hähnchenschenkel in Afrika billiger als alle Angebote der einheimischen Kleinproduzenten (in gleicher bewehrter Manier wird tiefgefrorenes deutsches Schweinefleisch auf den heißen Kontinent geworfen). Mehr als sieben Mal könnte man alle Hungernden der Erde sättigen, würde man die Nahrungsmittel, die in Europa und in den USA weggeworfen werden, verteilen. „Ja, die Zivilisten müssen auch Regeln beachten und auf Warnschüsse reagieren… Wer unsere Soldaten im Einsatz angreift, muss nicht nur damit rechnen, er wird es auch erleben, wie sie sich zur Wehr setzen“, so sieht es Wolfgang Schmelzer, der stellvertretende Vorsitzende des Bundeswehrverbandes. Die Sicherheitslage verschärft sich.
Das feierliche Gelöbnis vor dem Reichstag zum 65. Jubeljahr war der Beginn von neuer Traditionspflege, im bewehrten Zeichen des Widerstandes.
Die Schlange, das Symbol des Widerstandes gegen die gottgegebene Ordnung, wurde verflucht, Staub zu fressen alle Tage ihres Lebens und auf dem Bauche sollte sie kriechen… Die Zusammensetzung der Bundeswehr erinnert inzwischen fatal an die US-Armee, in der Afroamerikaner und Hispanics überwiegen. Soldaten aus Ostdeutschland sind überproportional vertreten und werden öfter Opfer von Anschlägen.

Zweimal Durchimpfen

Zweimal Durchimpfen

Der Leitspruch „Schneller – höher – weiter“ wurde in Frage gestellt, zwei Tage vor der Eröffnung der aktuellen Bundesrabattenschau. Zeitgleich startete vom Bundeswehr-Flugplatz Trollenhagen die 1000. Maschine zu den am Hindukusch stationierten 3600 Kameraden. 95 Prozent der benötigten Güter gehen von dort aus in Richtung Afghanistan: „ Alles, was man zum Leben braucht…“ Inzwischen aber gab es das Aus für das Bombodrom in der Kyritz-Ruppiner Heide. Die Luftwaffenoffiziere in Berlin sind in die Zwickmühle geraten und müssen schnell eine Alternative für ihren Bombenabwurfplatz finden. Ein Gelände in Westpolen ist im Gespräch. Die Polen würden das begrüßen, war aus polnischen Luftwaffenkreisen zu hören. Dazu läge der Platz im Nahbereich der Deutschen Luftwaffe, meinten Offiziere in Berlin. Den Bezug zur Wirklichkeit, in welcher Sekunde die Bombe unter welchen Bedingungen abgeworfen werden muss, könne keine noch so gute Simulation ersetzen, erklärten Kampfpiloten.
Und jetzt haben sich drei Mitglieder des Bundeswehr-Musikkorps aus Trollenhagen mit der Schweinegrippe infiziert. Um die Ausbreitung der Schweinegrippe in Deutschland zu bremsen, wurden 50 Millionen Impfdosen bestellt. Vorrangig geimpft werden sollten Ärzte, medizinisches Fachpersonal sowie Angehörige von Polizei, Feuerwehr und Technischem Hilfswerk. So kann das staatliche Gewaltmonopol gesichert werden. Darüber hinaus hat die Bundesregierung sich bei zwei Herstellern Optionen auf 160 Millionen Impfdosen gesichert. Das entspricht dem, was zur zweifachen „Durchimpfung“ der gesamten Bevölkerung benötigt würde.
Zum Jubiläum der Friedlichen Revolution soll der Impfstoff bereitstehen.
Noch aber ist Sommer. Gestern zur Halbzeit weilte Frau Merkel auf der Bundesrabattenschau. Die Gärtner trugen der Kanzlerin ihre Anliegen vor. Die Preise für Sauerkirschen seien so niedrig wie nie. In ihrem eigenen Garten in der Uckermark hat sie andere Sorgen. Wenn ihr endlich mal jemand sagen könnte, wie man die Schnecken aus dem Garten bekommt, wäre ihr schon geholfen, sagte die Kanzlerin.

„CARITAS IN VERITATE“

Arnold Schwarzenegger könnte sich revanchieren – und den selbsternannten „King of Pop“ endlich unter die Erde bringen. Zumindest was die Bestattung angeht, kommt langsam, aber sicher Licht ins Dunkel. Bestattungen auf Privatgrundstücken sind laut kalifornischem Gesetz verboten. „Politiker machen Gesetze, aber sie können sie auch ändern. Wir hoffen, dass sich ein politischer Weg finden lässt“, schickte Jermaine Jackson eine deutliche Botschaft nach Sacramento. Sie versteht nicht, warum sich die Polizei so anstellt und keine Autos auf den Seitenstreifen parken lassen will.
Die Welt hält den Atem an. Es ist wie bei der Mondlandung. Hunderte von Millionen starren gebannt in gleiche Richtung. Auch beim Begräbnis von Papst Johannes Paul II. vor vier Jahren saßen Milliarden Menschen vor den Fernsehern. Die Familie des am 25. Juni gestorbenen Popstars arbeite derzeit mit der Verwaltung der Forest-Lawn-Friedhöfe die Einzelheiten aus, er kommt nun doch in Los Angeles unter die Erde. In Großbritannien meldeten Fluglinien einen Ansturm auf Flugtickets nach Amerika. TV-Sendern in aller Welt wurde eine kostenlose Live-Übertragung angeboten. Kaliforniens Haushaltsnotstand geht in diesem Rummel völlig unter. Die Tatsache, dass dieser US-Bundesstaat pleite und zahlungsunfähig ist, interessiert nicht mehr.
Aber unser deutscher Papst hat die längst angekündigte Sozialenzyklika verschoben, um die globale wirtschaftliche Krise mitberücksichtigen zu können. Dieser Terminaufschub hat sich gelohnt. Der Fördertopf für die Abwrackprämie wird voraussichtlich vor der Bundestagswahl am 27. September leer sein. Die Mittel reichten am Dienstag noch für rund 280.000 Autokäufe, täglich gehen rund 8000 neue Anträge ein. „Deshalb muss geprüft werden, ob unabhängig vom Erreichen des Fördertopflimits jeder, der bis zum Jahresende sein Altauto verschrottet, die volle Prämie von 2500 Euro auch erhält“, so will es ein SPD-Vorsitzender.
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Aber der Heilige Vater fordert eine Abkehr von reiner Begehrlichkeit. Er stellt heraus, dass der Weg aus der Krise nur gemeinsam statt nach dem Motto „jeder für sich“ gefunden werden kann. Diese Orientierung am Gemeinwohl muss auch systemisch in einer „neuen sozial verantwortlichen und nach dem Maß des Menschen ausgerichteten wirtschaftlich-produktiven Ordnung“ verankert werden. So richtet die Sozialenzyklika den Blick weit über die aktuelle Krisensituation und das Feld der Wirtschaft hinaus. Im Vordergrund steht dabei, das Gefälle zwischen armen und reichen Gebieten zu überwinden. Wozu in die Ferne schweifen, der Osten ist so nah.
Die Einführung eines Bedingungslosen Grundeinkommens BGE könnte zwei große Ideen vereinen, die sich bisher blockieren: Solidarität und persönliche Freiheit. Noch eine Woche läuft ein Ideenwettbewerb zur Woche des Grundeinkommens: Was kann am meisten zur Verbreitung des BGE-Gedankens beitragen? Was ist am originellsten, am innovativsten, am verrücktesten?
Auf der Bundesrabattenschau in Schwerin präsentiert sich am 10.07. um 11:00 Uhr der Landkreis Demmin auf der Bühne am Marstall.
Eine gegenläufige Entwicklung in diesem Notstandsgebiet, im armen Land MV zeigt der Initiativkreis für ein „Leben am Tollensetal- mit Grundeinkommen“. Eine “Regionalagentur für Grundeinkommen” entwickelt sich. Eine Kontonummer wird bekanntgemacht.
Es kann bundesweit eingezahlt werden. Das was sich summiert, wird ausgezahlt an die antragsberechtigten Bewohner des tollen Tals, die bereit sind einen Antrag für das regionale Grundeinkommen zu stellen. Geld ist genug da, auch in Deutschland. Es muss nur neu verteilt werden.
Da wo nicht nur Verlierer wohnen, ganz unten soll angesetzt und gezeigt werden: eine bessere Welt ist möglich…
Denn die Wende findet bekanntlich in der Sackgasse statt.
Real Madrid scheint ganz sicher gehen zu wollen, dass Cristiano Ronaldo den Klub nicht so bald wieder verlässt. Nach Angaben von spanischen Medien sollen die „Königlichen“ in den Vertrag des Portugiesen, für den sie 93 Millionen Euro zahlten, eine festgeschriebene Ablösesumme von einer Milliarde Euro eingebaut haben.
Die Reichsbank in Schweden beschloss, ihren eigenen Sparzins auf minus 0,25 Prozent zu senken. Jetzt kostet es die Banken etwas, ihr Geld bei der Reichsbank übernachten zu lassen. Der Chefökonom der Danske Bank, Roger Josefsson, sagte, dass dieser Vorgang einzigartig und die Botschaft des Negativzins deutlich sei: ‚Das Geld soll raus ins System‘.

Bi uns tu Hus

Unseren Traktoren haben Brüssel für Tage lahm gelegt. Es fuhr keine Straßenbahn mehr. In den belgischen Medien war die Demo das Thema.
Bei uns in Deutschland wurde vergleichsweise wenig Notiz davon genommen.
Und jetzt werden zündelnde Bauern gesucht.
In Folge der Schlepperfahrt nach Brüssel und der dortigen Aktivitäten haben die Landwirte offensichtlich Bewegung in ihre Sache gebracht. Das Ordnungsamt der Stadt Schwerin wurde darüber informiert, dass etliche Landwirte mit Traktoren anreisen werden. Im Anschluss haben die Bauern der amtierenden Landesregierung einen Brandbrief übergeben. „Am Nachmittag war es dann offenbar schon so weit – rund 100 Pkw- und Lkw-Reifen standen auf der B 321 bei Crivitz in Flammen. Eine Feuerwehrfrau wurde laut Augenzeugen bei den Löscharbeiten am Auge verletzt. Zeugen hätten beobachtet, wie vier Schlepper mit Anhängern die Reifen abgekippt hätten, so die Sprecherin der Polizeidirektion Schwerin Steffi Nietz.
Zeitgleich zu der Feuerattacke im historischen Stadtkern nahe dem Parlamentssitz Schloss und der Staatskanzlei waren über zwei Stunden hinweg die Hauptverkehrsachsen Schwerins lahmgelegt – kilometerlange Staus bildeten sich, ehe sich gegen 13 Uhr die Lage entspannte.“ (NNN)
Welch Glück für die Bundesrabattenschau.
wir ackern

Der Slogan „Wir ackern für Deutschland“ soll der Bevölkerung und Politik die Botschaft übermitteln, dass die deutschen Bauern bereit sind, ihren „Job“ weiterhin in gewohnt verlässlicher Weise zu erfüllen.
Die Vizepräsidentin des Landtages, Frau Holznagel, hatte, um ihre persönliche Verbundenheit zu den Soldaten zu zeigen, eigens ihre Uniform als Oberstabsveterinärin angezogen. Sie richtete ihren Dank auch an die Militärseelsorge, weil bei ihr alle Soldaten, egal welchen Dienstgrades, welcher Religion oder Weltanschauung sie angehören, Unterstützung, Seelsorge, Trost und Hilfe erfahren.
Wir alle, ob Politiker, Christ, Jude, Moslem oder Soldat, wir alle müssen an der Lösung des Armutsproblems auf allen Ebenen arbeiten. Dazu leisten Soldaten einen wichtigen Beitrag, indem sie für Sicherheit sorgen. Aber – und darauf wies sie mit besonderer Eindringlichkeit hin – alle können ihren Beitrag leisten und dann kann auch Erfolg eintreten. Den Schlussworten der Vizepräsidentin, „Armut ist nicht Gott gegeben“, können alle Zuhörer zustimmen, im Festsaal des Schweriner Schlosses, den der Landtag Mecklenburg-Vorpommern immer wieder für diese Veranstaltung zur Verfügung stellt. Das war im Januar und dann: Verteidigungsminister Dr. Franz Josef Jung verlieh am 2. März in Berlin der 1. Vizepräsidentin des Landtages Mecklenburg-Vorpommern, Renate Holznagel, den Dienstgrad Oberstabsveterinär. Endgültig.
Um jeden Arbeitsplatz, um jeden Investor und um jede Ansiedlung im Landkreis Demmin werde sie kämpfen. Die gelernte Rinderzüchterin aus dem Wahlkreis DM, die agrarpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, weiß Bescheid. Ein 24.000- Bullenbetrieb als Abfallentsorger der Milchproduzenten steht gut im Geschäft. Das Gut in Ferdinandshof erhält von allen Agrarbetrieben der Republik am meisten EU-Direktsubventionen, nämlich etwa 3,7 Millionen Euro für das Haushaltsjahr 2008. Eigentlich müsste dieses Geld aus dem Verteidigungshaushalt kommen.
Denn Deutschland wird nicht nur am Hindukusch verteidigt. Schon Josef hat seinen Brüdern die strategische Bedeutung der Landwirtschaft gezeigt. Und so wurde der Führer des Deutschen Bauernverbandes Sonnleitner beim Deutschen Bauerntag in Stuttgart in seinem Amt bestätigt.
Auch die BDM-Bauern sind der Kraft ihrer Schlepper auf den Leim gegangen.
Doch ein staatliches Gewaltmonopol ist mit Schleppern nicht zu brechen.
Aber so einige Fans König Fußballs zeigen den Durchmarsch in rechtsfreie Räume. Der wird traditionell geduldet, wenn er wie die Schlepperparaden, dem Systemerhalt dient und den z.Z. geltenden Rahmen nicht allzu offensichtlich übertritt. Wachse oder weiche.
Darum haben selbst die dümmsten Bauern nicht nur die größten Kartoffeln…