Pille danach

„Wir kommen jetzt mit der G20 von der Phase der absoluten Krisenbewältigung in die Phase, was wird die G20 auf der Ebene der Staats- und Regierungschefs sein, wenn die Krise vorbei ist“, erklärte Frau Merkel auf dem Gipfel. Sie und Chinas Hu sind das mächtigste Paar der Welt.
Exportweltmeister aller Länder vereinigt euch.

Gute Hoffnungen hat es zu allen Zeiten gegeben. So konnte sich am Vortag der gefeierten Friedlichen Revolution erstmals das Bedingungslose Grundeinkommen als Kulturimpuls öffentlich im Bundestag entfalten. Diese Tat der parteilosen Tagesmutter aus dem Tollensetal konnte nicht folgenlos bleiben: Die amtierende Bundesregierung hält die mit der Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens verbundene „völlige Umstrukturierung des Steuer-, Transfer- und Sozialversicherungssystems“ für falsch, darf der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales auf der Webpräsenz des Bundestages verkünden: „Problematische Auswirkungen auf Arbeitsanreize“ seien zu erwarten.
Diese Regierungsposition steht also offiziel fest, bevor die Petition ordnungsgemäß zum Abschluss gebracht wurde, ein schöner Beleg für die praktizierte „lebendige Demokratie“.
Und im Nordmagazin aus dem „MV tut gut-Land“ erfährt man: Wenn Kinder träumen, wünschen sie sich das Schlaraffenland… und wenn Erwachsene träumen, dann…, ja dann erfährt niemand dass es möglich wäre, sich ein eigenes Bild zu machen. Der NDR verschweigt die Möglichkeit, auf der Website des Bundestags die komplette Anhörung im Film zu verfolgen. Der Vorschlag, das Land MV oder den Kreis DM als Modellregion des Grundeinkommens auszuprobieren, bleibt so verborgen.
Es ist offensichtlich nicht erwünscht, dass die Landeskinder bemerken, wie der ländliche Raum stabilisiert werden könnte, wenn ein BGE eingeführt würde. Der Vormarsch der Schweinefabriken darf nicht aufgehalten werden. Billige Zwangsarbeiter hoffen auf einen Job. Die erneuerbaren Energien als Stärke des Landes sollen herausgestrichen werden. In den ausgeräumten Landschaften sollen jetzt mehr Menschen auf Plakatmotiven zu sehen sein, beschlossen die landeseigenen Image-Werber. Im Genussland für große Gefühle stehen jährlich zwei Millionen Euro der Bündelung von Tourismusverband und des Agrarmarketings zur Verfügung.

„Keine Wendemöglichkeit“
, steht unter der Berliner Bösebrücke in den Westen, daneben gab`s Landjuwel-Wurst am neuen Gedenk-Ort des Mauerfalls.