alles hat ein ENDE,

Es geht auch hier immer noch um die Wurst. Die geweckten Bedürfnisse der Moderne sind stetig gewachsen, die Ressourcen dafür schwinden zusehends. Der Treibstoff für die Wachstumsbeschleunigung soll neu erschlossen werden. Fleischexport muss sich auch energetisch rentieren. Millionen Tonne Getreide werden verfeuert, Güllegasanlagen schießen wie Pilze aus dem Boden. Das Schicksal noch ungeborener Verwertungstiere scheint für alle Zeiten besiegelt. Die Massen armer Schweine kann im Katastrophenfall natürlich niemand evakuieren. Genehmigungen für Megaställe ohne Brandschutzkonzepte für das darin wachsende Fleisch sind keine Ausnahme.
Die in Massenquartieren erfrorenen Überlebenden der gewaltigen Katastrophe im hochindustrialisierten Japan werden weltweit bedauert. Die Opfer des normalen Hungers im Rest der Welt sterben unbeachtet an den Folgen unserer modernen Lebensweise.

Wachse oder weiche, ist die platte Parole aller amtierenden Regierungsparteien nicht nur in Wahlkampfzeiten. Auch den deutschen Exportprodukten müssen Opfer gebracht werden. Weltweit werden in jedem zweiten Mastbetrieb keimtötende Medikamente zum schnelleren Wachstum gefüttert mit der Folge, dass sich Keime entwickeln, bei denen die keimtötenden Medikamente nicht mehr wirken. Es droht die Gefahr der Fusion zum Superkeim. Experten gehen davon aus, dass deutschlandweit jährlich 400.000 bis 600.000 Infektionen durch multiresistente Krankenhauskeime verursacht werden. Bis zu 15.000 Patienten sterben daran. Die Techniker Krankenkasse fordert Meldepflicht für Antibiotika-resistente Keime, ohne aber auf den Zusammenhang zur Massentierhaltung hinzuweisen.
Ja, nicht nur die Atomlobby versucht unsichtbare Gefahren zu ignorieren. Aber wie man von Japan lernen könnte: lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende!